Elektrische Kardioversion

Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen, die dauerhaft anhalten und sich nicht durch eine Medikamentengabe kurzfristig beseitigen lassen, kann versucht werden, diese durch einen Elektroimpuls(Kardioversion) zu beenden. Die Rhythmusstörungen sind gewöhnlich Vorhofflimmern und –flattern (siehe unter Herzrhythmusstörungen).
Bei der elektrischen Kardioversion soll durch einen Stromstoß mit Hilfe eines externen Defibrillators der Sinusrhythmus wiederhergestellt werden.

Wenn die Herzrhythmusstörung länger als 48 Stunden besteht oder andere Risikofaktoren vorliegen, muss vor der elektrischen Kardioversion eine Blutverdünnung zur Vermeidung von Gerinnselbildung (Thromben) und/oder eine spezielle Ultraschalluntersuchung erfolgen. Bei diesem „Schluckecho“ (Transösophageales Echo) können bereits vorhandene Blutgerinnsel im Herzvorhof und Herzohr ausgeschlossen werden. Danach lässt sich die Kardioversion sicher durchführen. Anschließend muss die Blutverdünnung noch für mindestens weitere vier Wochen fortgesetzt werden.

Die elektrische Kardioversion ist aber nur in einer kurzen Narkose möglich. Um die fachärztliche Durchführung und Überwachung zu gewährleisten, erfolgt die Kardioversion in der Praxisklinik im Südpark in Solingen in Zusammenarbeit mit den dortigen anästhesiologischen Kollegen. Die schmerzlose Stromanwendung führt in 70-80% zum Erreichen eines normalen Herzschlag (Sinusrhythmus). Die Kardioversion hinterlässt keine Schäden und kann bedenkenlos mehrfach angewendet werden.

Zur Sicherheit werden die behandelten Patienten nach der Kardioversion für ca. 2-3 Stunden in den Nachsorgeräumen der Praxisklinik betreut und überwacht. Nach der Überwachungszeit erfolgt in der kardiologischen Praxis ein Abschlussgespräch, in dem u.a. die weitere Therapie festgelegt wird. Danach kann die Praxis wieder verlassen werden. Wegen der verabreichten Narkosemedikamente darf an diesem Tag nicht selbst mit dem Auto gefahren werden, am besten erfolgt eine Begleitung durch Angehörige.